Der Sternenhimmel im September 2026
Die Dämmerung setzt nun zunehmend früher ein, sodass die Beobachtungsbedingungen besser werden. Kontinuierlich findet der Übergang von den Sternbildern des Sommers zu denen des Herbstes statt. Neumond ist am 11. September 2026 und Vollmond am 26. September 2026. Bis auf Merkur können alle Planeten gesehen werden, allerdings wird die Venus zum Ende des Monats unbeobachtbar. Neptun erreicht in der Nacht vom 25. auf den 26. September 2026 seine Oppositionsstellung. Drei Meteorströme sind im September 2026 aktiv. Am 23. September 2026 beginnt der astronomische bzw. kalendarische Herbst. Meteorologisch beginnt der Herbst bereits am 1. September 2026.

Die Sternbilder im September 2026
In der Mitte des Monats um 22:00 Uhr MESZ sieht der Sternenhimmel wie folgt aus: Fast im Zenit steht der Hauptstern des Schwans (Cygnus) Deneb, während die Hauptsterne der Leier (Lyra) Wega und des Adlers (Aquila) Altair den Meridian von Ost nach West bereits überschritten haben. Die Sterne Wega, Deneb und Altair bilden das Sommerdreieck und werden bereits zum Einbruch der Dunkelheit sichtbar. Tief im Süden steht nun der Steinbock (Capricornus), gefolgt vom Wassermann (Aquarius) im Südosten. Beide Sternbilder bestehen überwiegend aus nicht so hellen Sternen und sind daher nicht so auffallend am Sternenhimmel. Zwischen dem Schwan und dem Steinbock im Süden stehen noch die Sternbilder Delphin (Delphinus) und Füllen (Equuleus). Letzteres Sternbild ist das zweitkleinste nach dem Kreuz des Südens, welches am Nordhimmel allerdings nicht sichtbar ist.
Hoch im Südosten sind bereits die Herbststernbilder Andromeda (Andromeda) und Pegasus (Pegasus) zu finden. Im Sternbild Andromeda befindet sich die Andromeda-Galaxis, welche bei klarem Himmel und ohne Lichtverschmutzung sogar mit bloßem Auge zu sehen ist. Schon in einem Feldstecher kann sie gut beobachtet werden. Im Osten erscheint das Sternbild Fische (Pisces), gefolgt vom Widder (Aries), welches im Wesentlichen nur aus drei helleren Sternen besteht. Unterhalb der Fische, tief am östlichen Horizont, geht das Sternbild Walfisch (Cetus) auf. Im Nordosten gehen die Sternbilder Perseus (Perseus) und Fuhrmann (Auriga) auf. Im letzten Sternbild findet sich als Hauptstern Capella, welcher relativ hell ist und aufgrund der Horizontnähe meistens funkelt.
Der Schütze (Sagittarius) steht bereits tief im Südwesten und nähert sich seinem Untergang. Ebenfalls tief im Westen stehen die Sternbilder Schlangenträger (Ophiuchus) und Schlange (Serpens). Im Nordwesten befinden sich die Sternbilder Herkules (Hercules), Nördliche Krone (Corona Borealis) und Bootes (Bootes), der Bärenhüter.
Die Planeten im September 2026
Die Planeten lassen sich bis auf Merkur im September 2026 alle am Sternenhimmel finden, wobei die Venus zum Ende des Monats unbeobachtbar wird.
Der Planet Merkur erreicht zwar einen immer größeren östlichen Vorsprung von der Sonne, taucht aber aufgrund des flachen Verlaufs der Ekliptik (der scheinbaren Sonnenbahn am Sternenhimmel) nicht am Morgenhimmel auf.
Die Venus verkürzt zunehmend ihre Sichtbarkeit als Abendstern und wird zum Ende des Monats unbeobachtbar. Mit einer Helligkeit von -4,8 Magnituden erreicht sie am 19. September 2026 allerdings ihren größten Glanz und ist dann von der Erde aus gesehen zu 25 Prozent beleuchtet. Am 1. September 2026 geht die Venus um 21:02 Uhr MESZ unter, am 15. bereits um 19:13 Uhr MESZ.
Der Mars steht am Morgenhimmel im Sternbild der Zwillinge (Gemini). Hierbei zieht er in der Nacht vom 18. auf den 19. September 2026 in 5,9° Abstand südlich an dem Stern Pollux vorbei. Am 25. September 2026 erreicht der Mars das Sternbild Krebs (Cancer). Am 1. September 2026 geht der Mars um 01:29 Uhr MESZ auf, am 15. um 01:18 Uhr MESZ und am 30. um 01:06 Uhr MESZ.
Der Jupiter steht ebenfalls am Morgenhimmel. Er wechselt am 23. September 2026 vom Krebs in den Löwen (Leo) und steuert hierbei auf seinen Hauptstern Regulus (Kleiner König) zu, ohne ihn in diesem Jahr zu erreichen. Am 1. September 2026 geht der Jupiter um 04:14 Uhr MESZ auf, am 15. um 03:35 Uhr MESZ und am 30. um 02:52 Uhr MESZ. Am 8. September gegen 05:00 Uhr MESZ trifft der abnehmende Mond auf den Jupiter, am 9. gesellt sich noch der Mars dazu. Der Jupiter hat eine Helligkeit von -1,9 Magnituden.
Der Saturn wandert vom Sternbild Fische (Pisces) in den Walfisch (Cetus) und nähert sich seiner Oppositionsstellung, welche er am 4. Oktober 2026 erreicht. Im letzten Jahr zeigte der Saturn nur seine Ringkante, mittlerweile kann der Saturnring wieder besser gesehen werden. Der Saturn ist am Abendhimmel sichtbar und seine Helligkeit beträgt 0,4 Magnituden. Am 1. September 2026 geht der Saturn um 21:13 Uhr MESZ auf, am 15. um 20:17 Uhr MESZ und am 30. um 19:16 Uhr MESZ.
Der Uranus steht im Sternbild Stier (Taurus) und erreicht am 26. November 2026 seine Oppositionsstellung. Seine Helligkeit beträgt 5,7 bis 5,6 Magnituden. Das ist gerade an der Grenze der Sichtbarkeit mit dem bloßen Auge bei idealen Sichtbarkeitsbedingungen, welche in der Regel jedoch nicht erreicht werden. Am 1. September 2026 geht der Uranus um 22:57 Uhr MESZ auf, am 15. um 22:02 Uhr MESZ und am 30. um 21:03 Uhr MESZ.
Der Neptun steht im Sternbild Fische (Pisces) und erreicht in der Nacht vom 25. auf den 26. September 2026 seine Oppositionsstellung. Dann steht der Neptun von der Erde aus gesehen der Sonne genau um 180° am Sternenhimmel gegenüber. Seine Helligkeit beträgt 7,8 Magnituden, womit er mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Seine Sichtbarkeit am Tag der Opposition wird durch den hellen Vollmond beeinträchtigt. Der Neptun geht am 1. September 2026 um 20:48 Uhr MESZ auf und am Tag der Opposition um 19:08 Uhr MESZ.
Die Meteorströme im September 2026
Im September 2026 sind drei Meteorströme sichtbar. Die Epsilon-Perseiden bzw. die September-Perseiden erreichen in der Nacht vom 9. auf den 10. September 2026 mit rund 10 Meteoren pro Stunde ihren Höhepunkt. In den Jahren 2008 und 2013 lag das Maximum bei etwa 30 helleren Meteoren pro Stunde, sodass es theoretisch auch in diesem Jahr eine höhere Meteorrate geben könnte.
Die Pisciden haben ihren Radianten im Sternbild Fische (Pisces) und sind den ganzen September aktiv. Sie erreichen ihr Maximum am 20. September 2026 mit 5 bis 10 Meteoren pro Stunde. Die beste Beobachtungszeit für diesen Meteorstrom liegt zwischen 23:00 und 5:00 Uhr MESZ.
Die Südlichen Tauriden haben einen variablen Radianten. Er befindet sich im Sternbild Fische (Pisces) und wandert zum Monatsende in den Widder (Aries). Ab dem 10. September 2026 bestimmt die Aktivität dieses Meteorstromes den Antihelion-Bereich. Die Quelle des Meteorstroms dürfte der kurzperiodische Komet 2P/Encke sein.