Höhepunkt ist eine Sonnenfinsternis am 12. August 2026, welche am frühen Abend stattfindet.
Über Island, Spanien und den Balearen ist sie als totale Finsternis zu sehen. Im restlichen Europa, darunter Deutschland, kann sie bei geeignetem Wetter als partielle Finsternis mit hohen Bedeckungsgrad gesehen werden. Am Morgen des 28. August 2026 findet eine partielle und fast totale Mondfinsternis statt. Auf die Finsternisse wird noch ausführlicher in diesem Artikel eingegangen.
Die Sternbilder im August 2026
Die Sommersternbilder Leier (Lyra), Schwan (Cygnus) und Adler (Aquila) stehen sehr hoch am Sternenhimmel im Süden sehr hoch am Himmel. Ihre Hauptsterne Wega, Deneb und Altair bilden das Sommerdreieck und werden bereits zum Einbruch der Dunkelheit sichtbar. Der Stern Wega diente früher als Nullpunkt für die fotometrische Helligkeit und ist nach Sirius der zweithellste Stern am Himmel. Sie ist etwa 25 Lichtjahre entfernt und hat die 2,2-fache Masse der Sonne. Als bläulich-weißer Stern strahlt sie etwa 37-mal heller als unsere Sonne. Deneb ist ein heißer Überriese, im Übergangsbereich vom „Blauen Riesen“ zum „Roten Riesen“ mit dem 20- bis 25-fachen der Masse der Sonne. Mit einer Entfernung von etwa 1500 Lichtjahre ist Deneb deutlich weiter entfern als Wega und Altair. Der Stern Altair hat etwa das 1,8-fache der Masse der Sonne und ist rund 16 Lichtjahre entfernt.
Im Sternbild Leier befindet sich ein Ringnebel. Dieser entsteht, wenn massenärmere Sterne am Ende ihres Lebens als Rote Riesen die äußere Hülle abstoßen. Übrig bleiben ein sogenannter weißer Zwergstern und ein sogenannter planetarischer Nebel, welcher sich in einigen Zehntausend Jahren auflöst. Der Kopfstern im Schwan, Albireo, ist ein Doppelstern. Nicht sicher geklärt ist, ob es sich um einen echten physikalischen Doppelstern (beide Sterne sind gravitativ aneinandergebunden) oder um einen optischen Doppelstern (beide Sterne stehen nur in derselben Blickrichtung) handelt. Albireo A ist ein orangefarbener Riese und Albireo B ist ein blau-weißer Stern. Schon mit Teleskopen ab 5 cm Öffnung kann der Doppelstern getrennt werden und ist daher ein lohnenswertes Beobachtungsobjekt.
Im Südosten geht das Sternbild Wassermann (Aquarius) auf. Tief im Süden steht das Sternbild Schütze (Sagittarius). Von der Erde aus gesehen befindet sich im Schützen das Zentrum der Milchstraße (Galaxis), welches ein sogenanntes „Supermassives Schwarzes Loch“ von vier Millionen Sonnenmassen beherbergt. Die Milchstraße verläuft im August von Südwesten nach Nordosten über den Sternenhimmel und ist nur in klaren Nächten ohne Lichtverschmutzung zu sehen. Das Sternbild Steinbock (Capricornus) steht zwischen Wassermann und Schütze.
Im Südwesten befindet sich das Sternbild Herkules (Hercules), welches den bekannten Kugelsternhaufen M13 beherbergt. Dieser umfasst rund 500.000 Sterne und ist rund 25.000 Lichtjahre entfernt. Im Herkules findet sich auch der Kugelsternhaufen M92, welcher etwa 290.000 Sonnenmassen beinhaltet und rund 26.000 Lichtjahre entfernt ist. Westlich vom Herkules finden sich die Sternbilder Nördliche Krone (Corona Borealis) und Bärenhüter (Bootes). Unterhalb des Herkules steht das Sternbild Schlangenträger (Ophiuchus), durch welches die Sonne scheinbar vom 30. November bis zum 18. Dezember läuft. In der Astrologie wird der Schlangenträger allerdings nicht als 13. Tierkreiszeichen berücksichtigt
Im Osten kündigen sich mit den Sternbildern Andromeda (Andromeda) und Pegasus (Pegasus) bereits die Herbststernbilder an. Im Sternbild Andromeda befindet sich die Andromeda-Galaxis, welche bei klarem Himmel und ohne Lichtverschmutzung sogar mit bloßem Auge zu sehen ist. Schon in einem Feldstecher kann sie gut beobachtet werden. Tief im Osten erscheint das Sternbild Fische (Pisces).

Die Planeten im August 2026
Die Planeten lassen sich im August 2026 alle am Sternenhimmel finden, wobei Jupiter allerdings erst im Laufe des Monats wieder am Morgenhimmel auftaucht.
Der Planet Merkur erreicht am 2. August seine größte westliche Elongation von der Sonne und kann in der ersten Monatshälfte am Morgenhimmel aufgefunden werden. Seine Helligkeit nimmt dabei zu, was das Auffinden des Planeten erleichtert. Allerdings bewegt sich Merkur immer mehr auf die Sonne zu und wird damit in der zweiten Monatshälfte unbeobachtbar. Am 11. August steht die extrem schmale Sichel des abnehmenden Mondes beim Merkur, und um den 15. August kommt es zu einer engen Begegnung mit Jupiter.
Die Venus erreicht am 15. August als Abendstern mit einem Winkelabstand von über 45° ihre größte östliche Elongation von der Sonne. Zwar nimmt ihre Helligkeit zu, doch aufgrund ihrer zunehmend früheren Untergänge verschlechtern sich ihre Sichtbarkeitsbedingungen allmählich. Am Anfang des Monats geht sie noch gegen 22:30 Uhr unter, am Ende des Monats schon gegen 21:00 Uhr.
Der Mars steht am Morgenhimmel. Zunächst befindet er sich noch im Sternbild Stier (Taurus) und wechselt am 12. August in das Sternbild Zwillinge (Gemini) über. Zu Monatsbeginn geht der Mars gegen 02:00 Uhr auf, in der Mitte des Monats gegen 01:30 Uhr. Seine Helligkeit nimmt im Verlauf des Monats leicht zu. Am 9. August kommt es zur Begegnung zwischen dem Mars und dem abnehmenden Mond.
Der Jupiter stand im Juli in Konjunktion mit der Sonne und ist daher erst gegen Ende August wieder am Morgenhimmel zu finden. Ab dem 15. August kann Jupiter in der Morgendämmerung von erfahrenen Beobachterinnen und Beobachtern aufgefunden werden. Am 15. August geht Jupiter gegen 05:00 Uhr auf und am 31. August gegen 04:15 Uhr.
Der Saturn wird zunehmend ein Planet des Abendhimmels und bewegt sich im August rückläufig im Sternbild Fische. Im Oktober erreicht er seine Oppositionsstellung zur Sonne. Am 1. August geht Saturn gegen 23:15 Uhr auf, am 15. gegen 21:20 Uhr und am 31. gegen 21:10 Uhr. In der Nacht vom 3. auf den 4. August kommt es zu einer Begegnung Saturns mit dem abnehmenden Mond.
Der Uranus steht im Sternbild Stier am Morgenhimmel. Er befindet sich knapp an der Sichtbarkeitsgrenze für das bloße Auge. Aufgrund der Beobachtungsbedingungen kann er allerdings nur als ein kleiner, grünlich leuchtender Punkt im Fernglas gefunden werden. Am 1. August geht Uranus gegen 01:00 Uhr auf, am 15. gegen 00:00 Uhr und am 31. gegen 23:00 Uhr.
Der Neptun bewegt sich wie Saturn rückläufig im Sternbild Fische und nähert sich seiner Oppositionsstellung zur Sonne, welche er im September erreichen wird. Am 1. August geht Neptun gegen 22:50 Uhr auf, am 15. gegen 21:50 Uhr und am 31. gegen 20:50 Uhr. Der noch fast volle Mond befindet sich am 30. August nahe bei Neptun.
Sonnen- und Mondfinsternis
Im Weser-Ems-Gebiet beginnt die partielle Sonnenfinsternis um 19:14 Uhr. Sie erreicht ihren Höhepunkt mit einem Bedeckungsgrad von 86,1 bis 86,6 Prozent um 20:09 Uhr. Beendet ist die Sonnenfinsternis um 21:00 Uhr zeitgleich mit dem Sonnenuntergang. Zu Beginn der Sonnenfinsternis steht die Sonne etwa 15° über dem Horizont. Bei ihrem Höhepunkt gegen 20:09 Uhr steht die Sonne je nach Standort in der Region Weser-Ems nur noch 5,4° bis 6,4° über dem Horizont. Diese Höhe ist schon extrem tief und kritisch für eine Beobachtung. In dieser Höhe machen sich die Dunstschichten in der Atmosphäre sowie mögliche Luftunruhe besonders bemerkbar, was die Beobachtung stören kann.
Die partielle Mondfinsternis findet in der Nacht vom 27. auf den 28. August 2026 statt. Sie kann allerdings nur in ihrer ersten Hälfte von Mitteleuropa aus beobachtet werden. Zum Höhepunkt der Finsternis gegen 06:13 Uhr befinden sich 93 Prozent des scheinbaren Durchmessers des Vollmondes im Kernschatten der Erde. Der Untergang des Mondes erfolgt gegen 06:36 Uhr.
Die Meteorströme im August 2026
Im August 2026 sind mehrere Meteorströme sichtbar. Die Perseiden sind ein sehr bekannter Sternschnuppenschauer und erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Ihr Radiant liegt im Sternbild Perseus. Im Maximum sind bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde zu sehen. Diese Meteore gehen auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle zurück. Mit einer Geschwindigkeit von rund 60 km/s sind die Meteoriden vergleichsweise schnell. Des Weiteren sind sie ziemlich hell, und auch Boliden bzw. Feuerkugeln kommen vor.
Im Sternbild Wassermann sind mit dem Antihelion-Komplex und den Delta-Aquariden zwei Meteorströme aktiv. Mit dem Radianten im Steinbock sind noch die Alpha-Capricorniden zu beobachten. Die Kappa-Cygniden haben ihren Radianten im Sternbild Schwan und erreichen am 18. August mit etwa fünf Meteoren pro Stunde ihren Höhepunkt. Sie haben eine Geschwindigkeit von rund 25 km/s und sind nicht besonders auffällig. Mit vereinzelten Meteoren sind die Eta-Eridaniden ein besonders schwacher Strom, welcher seinen Höhepunkt um den 8. August erreicht. Die Aurigiden sind in der letzten Nacht des Augusts zu beobachten, wobei im Jahr 2026 keine besonders hohen Meteorraten erwartet werden.