Im Oktober 2026 dominieren die Sternbilder des Herbstes wie Andromeda und Pegasus. Die Sonnenuntergänge erfolgen am Anfang des Monats gegen 19:00 Uhr MESZ und zum Ende gegen 18:00 Uhr MESZ bzw. 17:00 Uhr MEZ, sodass sich die Beobachtungsbedingungen deutlich verbessern. Neumond ist am 10. Oktober 2026 und Vollmond am 26. Oktober 2026. Bis auf Merkur und Venus können alle Planeten gesehen werden. Saturn erreicht am 04. Oktober 2026 seine Oppositionsstellung. Sechs Meteorströme sind im Oktober 2026 aktiv. Am 25. Oktober 2026 um 03:00 Uhr MESZ endet die Sommerzeit. Zu diesem Zeitpunkt wird die Uhr um eine Stunde auf 02:00 Uhr MEZ zurückgestellt.

Die Sternbilder im Oktober 2026
In der Mitte des Monats um 22:00 Uhr MESZ sieht der Sternenhimmel wie folgt aus: Hoch im Süden steht das Sternbild Pegasus, welches als Pegasus-Quadrat besonders markant ist. Allerdings gehört der linke obere Stern schon zum Sternbild Andromeda und nicht mehr zum Pegasus. Im Sternbild Andromeda befindet sich die Andromeda-Galaxie, welche bei klarem Himmel und ohne Lichtverschmutzung sogar mit bloßem Auge zu sehen ist. Schon in einem Feldstecher kann sie gut beobachtet werden.
Die Andromeda-Galaxie (M 31 bzw. NGC 224) ist eine Spiralgalaxie mit einem Durchmesser von rund 200.000 Lichtjahren und beinhaltet rund eine Billion Sterne. Sie ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt und bildet mit der Milchstraße (Galaxis), der Großen und der Kleineren Magellanschen Wolke sowie etwa 70 weiteren Galaxien die Lokale Gruppe. Diese Galaxiengruppe ist wiederum Teil des Virgo-Galaxienhaufens, welcher von der Erde aus in Blickrichtung des Sternbildes Jungfrau (Virgo) liegt.
Tief im Süden steht das Sternbild Wassermann (Aquarius) und unterhalb dieses findet sich das Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus). Dem Wassermann folgen im Südosten die Sternbilder Fische (Pisces) und Widder (Aries). Zwischen Widder und Andromeda findet sich das Sternbild Dreieck (Triangulum). Unterhalb der Fische findet sich das Sternbild Cetus (Walfisch), das Meeresungeheuer. Tief im Osten zeigen sich schon die Sternbilder Stier (Taurus) mit dem Offenen Sternhaufen der Plejaden und die Zwillinge (Gemini) mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux.
Fast im Zenit stehen die Sternbilder Kassiopeia (Cassiopeia) und Kepheus (Cepheus). Tief im Norden steht das Sternbild Großer Bär (Ursa Major), dessen sieben hellste Sterne den Großen Wagen bilden. Die Verlängerung der letzten beiden Kastensterne des Großen Wagens zeigt auf den Polarstern, den letzten Deichselstern des Kleinen Wagens bzw. des Kleinen Bären (Ursa Minor). Der Polarstern befindet sich nur knapp ein Grad vom sogenannten Himmelsnordpol entfernt, dem scheinbaren Durchstoßpunkt der verlängerten Erdachse. Zwischen dem Großen und dem Kleinen Bären schlängelt sich das Sternbild Drache (Draco). Im Nordosten finden sich die Sternbilder Perseus (Perseus) und Fuhrmann (Auriga).
Einer antiken griechischen Sage zufolge soll Perseus mit seinem geflügelten Pferd Pegasus die schöne Andromeda, Tochter von Kassiopeia und Kepheus, vor dem Meeresungeheuer Walfisch gerettet haben. Viele der Sternbildnamen am Nordhimmel stammen aus der griechischen Mythologie.
Im Westen stehen die Sommersternbilder Leier (Lyra), Schwan (Cygnus) und Adler (Aquila). Ihre Hauptsterne Wega, Deneb und Altair bilden das Sommerdreieck. Im Westen zwischen den Sternbildern Adler und Schwan befinden sich noch die kleinen Sternbilder Delphin (Delphinus) und Pfeil (Sagitta). Im Nordwesten findet sich das Sternbild Herkules (Hercules), während im Südwesten die Sternbilder Steinbock (Capricornus), Schlange (Serpens Caput) und zum Teil noch der Schlangenträger (Ophiuchus) zu finden sind
Die Planeten im Oktober 2026
Die Planeten lassen sich – bis auf Merkur und Venus – im Oktober 2026 alle am Sternenhimmel finden, wobei die Venus zum Ende des Monats unbeobachtbar wird.
Der Planet Merkur erreicht zwar am 12. Oktober 2026 seinen größten östlichen Abstand von der Sonne, taucht aber aufgrund des flachen Verlaufs der Ekliptik (der scheinbaren Sonnenbahn am Sternenhimmel) nicht am Abendhimmel auf.
Die Venus hat ihre Sichtbarkeit als Abendstern beendet und kommt in untere Konjunktion zur Sonne. Damit hält sich die Venus zusammen mit der Sonne am Tageshimmel auf und ist daher unbeobachtbar.
Der Mars steht am Morgenhimmel im Sternbild Krebs (Cancer) und wechselt am 30. Oktober 2026 in das Sternbild Löwe (Leo). Zu Monatsbeginn befindet sich der rote Planet im Bereich des Offenen Sternhaufens Praesepe (M 44). Wenn er zu Monatsende in den Löwen gewechselt ist, bewegt er sich auf dessen Hauptstern Regulus (Kleiner König) zu. Zu Monatsanfang geht der Mars um 01:06 Uhr MESZ auf und zu Monatsende um 00:37 Uhr MESZ bzw. 23:37 Uhr MEZ. Seine Helligkeit steigt leicht von 1,1 auf 0,8 Magnituden.
Der Jupiter steht ebenfalls am Morgenhimmel im Sternbild Löwe und steuert hierbei auf dessen Hauptstern Regulus zu, ohne ihn in diesem Jahr zu erreichen. Am 1. Oktober 2026 geht der Jupiter um 02:49 Uhr MESZ auf, am 15. um 02:07 Uhr MESZ und am 31. um 01:16 Uhr MESZ bzw. 00:16 Uhr MEZ. Am 6. Oktober gegen 04:00 Uhr MESZ steuert im Osten die Sichel des abnehmenden Mondes auf Jupiter zu. Die Helligkeit des Jupiters liegt bei -2,0 Magnituden.
Der Saturn kommt am 4. Oktober 2026 im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne. Im letzten Jahr zeigte der Saturn nur seine Ringkante, mittlerweile kann der Saturnring wieder mit einer leichten Öffnung gesehen werden und die Ringebene zeigt sich von der südlichen Seite. Der Saturn ist am Abendhimmel sichtbar und seine Helligkeit beträgt 0,4 Magnituden. Am 4. Oktober 2026 geht der Saturn um 18:59 Uhr MESZ auf, erreicht am 5. Oktober 2026 um 01:11 Uhr MESZ seine höchste Stelle am Sternenhimmel (Meridiandurchgang) und geht um 07:23 Uhr MESZ unter. Seine Helligkeit liegt dann bei 0,4 Magnituden und sinkt zum Ende des Monats auf 0,5 Magnituden. Am 24. Oktober 2026 passiert der Vollmond den Saturn in einem nördlichen Abstand von 5,9°.
Der Uranus steht im Sternbild Stier (Taurus) und erreicht am 26. November 2026 seine Oppositionsstellung. Er steht am sogenannten Goldenen Tor der Ekliptik, welches von den Offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden eingerahmt wird. Die Helligkeit beträgt 5,6 Magnituden und wird nicht mehr wesentlich steigen. Das ist gerade an der Grenze der Sichtbarkeit mit dem bloßen Auge bei idealen Bedingungen, welche in der Regel jedoch nicht erreicht werden. Am 1. Oktober 2026 geht der Uranus um 20:59 Uhr MESZ auf, am 15. um 20:03 Uhr MESZ und am 31. um 18:58 Uhr MESZ bzw. 17:58 Uhr MEZ.
Der Neptun steht im Sternbild Fische (Pisces) und befand sich am Ende des letzten Monats in Opposition zur Sonne. Seine Meridiandurchgänge im Süden erfolgen am 2. Oktober 2026 um 00:50 Uhr MESZ, am 15. um 23:53 Uhr MESZ und am 31. um 22:49 Uhr MESZ bzw. 21:49 Uhr MEZ. Die Untergänge erfolgen am 1. Oktober 2026 um 06:56 Uhr MESZ, am 15. um 05:49 Uhr MESZ und am 31. um 03:54 Uhr MESZ bzw. 02:54 Uhr MEZ.
Die Meteorströme im Oktober 2026
Im Oktober 2026 sind sechs Meteorströme sichtbar. Die Delta-Draconiden erreichen in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 2026 ihren Höhepunkt. Die Anzahl der Meteore pro Stunde schwankt in jedem Jahr erheblich zwischen 15 und 400. Die Geschwindigkeit der Meteoroide liegt bei 21 km/s.
Die Orioniden sind von Anfang Oktober bis in die erste Novemberwoche 2026 aktiv und haben ihren Ursprung im Halley’schen Kometen. Im Maximum am 22. Oktober 2026 können 20 bis 30 Meteore pro Stunde beobachtet werden.
Mit nur zwei bis drei Meteoren pro Stunde sind die Epsilon-Geminiden ein sehr schwacher Meteorstrom. Sie treten zwischen dem 14. und 27. Oktober 2026 auf, wobei sie ihr Maximum am 18. erreichen. Vom 19. bis 27. Oktober 2026 treten die Leonis-Minoriden auf, welche am 24. ihr Maximum erreichen.
Die Nördlichen und die Südlichen Tauriden haben einen variablen Radianten im Bereich der Sternbilder Stier und Widder. Die Quelle des Meteorstroms dürfte der kurzperiodische Komet 2P/Encke sein.